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Zahlreiche Besucher beim „Tag der Nachhaltigkeit“

Im Rahmen der EU-Initiative “Green-Weeks” waren alle Burgenländerinnen und Burgenländer von der Unternehmensgruppe BMV/UDB und der Burgenländischen Landesregierung zu einem „Tag der Nachhaltigkeit“ in die Zentrale der bgld. Abfallwirtschaft nach Oberpullendorf eingeladen. Zahlreiche Besucher nutzten diesen „Tag der offenen Tür“ und konnten sich so ein Bild über die Leistungen der kommunalen Abfallwirtschaft im Burgenland machen.

Für den BMV war der Tag der offenen Tür auch ein willkommener Anlass, den Kontakt mit den Kundinnen und Kunden noch weiter zu intensivieren. Diese wiederum nutzten die Veranstaltung, um Wünsche und Anliegen beim Burgenländischen Müllverband und Umweltdienst Burgenland zu deponieren. Vor allem die Bio-Jause im Anschluss an die Betriebsführung war eine willkommene Gelegenheit, noch offene Fragen mit den anwesenden Verantwortlichen zu diskutieren.

Begleitend dazu gab es Infostände zu aktuellen Umweltthemen. Die österreichweite Kampagne „Rund geht´s“ wurde ebenso vorgestellt wie das ReUse-Netzwerk Burgenland, das EU-Projekt „NAREG“, das EU-Kreislaufwirtschaftspaket und die EU-Kunststoffstrategie. Weitere wichtige Themen waren die Green-Events Aktivitäten im Burgenland und die Regionalen Abfallsammelstellen-RAS.

EU-Projekt „NAREG“

Der BMV nimmt als Projektpartner am grenzüberschreitenden Interreg-Projekt „NAREG“ (NAchhaltige REGionale Ressourcennutzung) teil. Weitere Projektpartner sind der slowakische Abfallverband ZOHZO, der slowakische Landkreis Trnava, die Forschung Burgenland mit der Fachhochschule Pinkafeld und der Abfallverband Schwechat (AWS). Im Hinblick auf die EU-Umweltpolitik trägt das Projekt im Allgemeinen zur Verminderung von Treibhausgasen und Weiterentwicklung der Abfallwirtschaft in den Projektregionen Burgenland und der Slowakei bei.

Auf österreichischer Seite sind die Ziele des Projekts die Verbesserung der Trenngenauigkeit in den burgenländischen Abfallsammelstellen, die Bildung regionaler Sammelstellen, die landesweite Nutzung der ReUse- Potenziale und die Verbesserung des Trennverhaltens in Wohnhausanlagen. Auf slowakischer Seite steht vor allem die Erstellung eines Landesabfallwirtschaftsplans für die Region Trnava im Vordergrund. Beiderseits sollen Schulungen des Betriebspersonals der Abfallsammelstellen sowie Forschungen zur regionalen und nachhaltigen Reststoffverwertung erfolgen.

Green-Events Burgenland

Das Bund-Bundesländer-Netzwerk „Green Events Austria“, hat den Wettbewerb „nachhaltig gewinnen!“ ins Leben gerufen. Neben Veranstaltungen im Bereich Kultur, Sport sowie Dorf/Stadt zeichnet dieser Wettbewerb nun auch nachhaltig Sportvereine aus. Seit 2011 werden nachhaltige Events mit Vorbildcharakter ausgezeichnet und ins Rampenlicht gestellt.

Auch dieses Jahr waren die Veranstalter von Kultur- und Sportveranstaltungen, Dorf- und Stadtfesten und erstmals nachhaltige Sportvereine eingeladen, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Die Gewinner werden im Rahmen einer großen Gala am 13. Juni im Schloss Esterhazy präsentiert.

Regionale Abfallsammelstellen – RAS

Der BMV strebt an die Trenngenauigkeit in den Abfallsammelstellen zu verbessern, um den zukünftigen Zielen der Abfallwirtschaft in der EU zu entsprechen. Ziel ist es, Abfälle so zu sortieren, dass die Verwertung einfacher und effizienter wird. Deshalb wurden die gemeindeeigenen Sammelstellen begutachtet und der IST-Zustand bewertet. 

Aufgrund der Bewertung der Abfallsammelstellen wurde ein Konzept erstellt, in dem zusätzlich zu den gemeindeeigenen Abfallsammelstellen regionale Abfallsammelstellen (RAS) platziert werden. Diese dienen dazu, die Qualität der gesammelten Abfälle künftig im Sinne der Ressourcenschonung, der Nachhaltigkeit und der Kreislaufwirtschaft weiter zu steigern. Weiters wird im Rahmen dieses Arbeitspakets ein Musterprojekt geplant und landesweit umgesetzt. Das Musterprojekt betrifft Detailplanung, Haustechnik und Statik und gilt für alle regionalen Abfallsammelstellen. Die Muster-Anlage wird 2019 in Heiligenkreuz errichtet.

Diese professionell geführten regionalen Abfallsammelstellen werden viele Dienstleistungen wie konsumentenfreundliche Öffnungszeiten, ein Mietwagenangebot, eine kompetente Beratung und eine großteils unentgeltliche Abgabe von sperrigen Abfällen und Altstoffen anbieten.  Dadurch kommt es zu einer besseren Trennung der angelieferten Abfälle und damit zu besseren Verwertungsmöglichkeiten im Sinne der Ressourcenschonung und der Kreislaufwirtschaft.

ReUse-Netzwerk Burgenland

Die 1. Ausbaustufe des ReUse-Netzwerkes Burgenland ist abgeschlossen. Das Burgenland verfügt nun über ein flächendeckendes Netz an ReUse-Shops über das gesamte Land. Im nächsten Schritt sollen zumindest drei Reparaturzentren im Burgenland errichtet werden, welche der Unterstützung der ReUse-Shops dienen sollen.

Rund geht´s

Abfälle sind ein wichtiger Rohstoff und das wird jetzt auch der österreichischen Bevölkerung bewusstgemacht. Aus diesem Grund wurde mit allen wichtigen Akteuren der heimischen Abfallwirtschaft die neue Kampagne „Rund Geht’s“ entwickelt. Diese folgt den Spuren unserer Reste und macht die vielfältigen Kreisläufe sichtbar.

EU-Kreislaufwirtschaftspaket

Für die Abfallwirtschaft sieht das EU-Kreislaufwirtschaftspaket vor allem verpflichtende Wiederverwendungs- und Recyclingziele vor. So sollen bis zum Jahr 2030 65% der Siedlungsabfälle wiederverwertet werden und die Deponierung von Siedlungsabfällen wird auf 10% begrenzt. Weitere wichtige Ziele sind die Verbesserung des Abfallmanagements und die Vermeidung von Überkapazitäten in der Restmüllbehandlung. Der BMV beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren mit dieser Thematik und hat auch schon einige erfolgversprechende Projekte in die Umsetzungsphase gebracht. Diese Projekte dienen als Basis für eine flächendeckende Etablierung der Kreislaufwirtschaft im Burgenland.

EU-Kunststoffstrategie

In Europa werden jährlich rd. 25 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle erzeugt. Aber weniger als 30% dieser Abfälle werden dem Recycling zugeführt. Auf Grund dieser alarmierenden Zahlen hat die EU beschlossen, diesem Problem offensiv zu begegnen. Mit der EU-Kunststoffstrategie wird die Grundlage für eine neue Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe geschaffen. Diese wird dazu beitragen, Kunststoffabfälle zu reduzieren und gleichzeitig neue Chancen für Innovation und hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Durch die neuen Vorschriften für Verpackungen sollen die Recyclingfähigkeit der verwendeten Kunststoffe verbessert und die Nachfrage nach recyceltem Kunststoff erhöht werden. Daneben soll ein besseres standardisiertes System für die getrennte Sammlung und Sortierung von Abfällen in der gesamten EU geschaffen werden.