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Müllvermeidung
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Der BMV baut sein Service für die bgld. Gemeinden aus.

Die Müllgebühren bleiben trotzdem unverändert. Der Burgenländische Müllverband (BMV) hielt seine Vollversammlung am 3. Dezember 2016 im Kulturzentrum Oberschützen ab. Eine erfreuliche Nachricht gibt es für die Kunden des BMV: Bereits zum 14. Mal in Folge ist es im Burgenland nicht notwendig, die Müllgebühren zu erhöhen. Die Delegierten haben bei dieser Versammlung beschlossen, die Müllgebühren auch für das Jahr 2017 unverändert zu belassen.

Stabile Mülltarife für die Kunden
Die burgenländischen Privathaushalte profitieren bereits seit Jahren in Form von stabilen Tarifen von den positiven Ergebnissen der bgld. Abfallwirtschaft. Zusätzlich zu dieser stabilen Tarifpolitik werden auch die Serviceleistungen für die bgld. Gemeinden weiter ausgebaut und zukunftsweisende Projekte – wie das Thema Re-Use – in Angriff genommen. Trotz dieser Ausweitung der Aktivitäten gibt es aber im Jahr 2017 bereits zum 14. Mal hintereinander keine Erhöhung der Müllgebühren im Burgenland.

Weiterer Ausbau des Gemeindepakets
Das „Gemeindepaket“ soll die ökologische Verwertung der gesammelten Altstoffe, die Ressourcen-schonung und den wirtschaftlichen Betrieb der Gemeindeabfallsammelstellen sicherstellen. Dieses 2011 entwickelte Modell wurde in den vergangenen Jahren permanent erweitert. Für 2015 wurde in der Verbandsversammlung ein weiterer Ausbau der Kooperation beschlossen und damit ein Unterstützungsvolumen von rd. 1,5 Mio. € bereitgestellt. Die Unterstützungsmaßnahmen, die für 2016 beschlossen wurden, sollen für eine weitere Effizienzsteigerung sorgen. Auch für 2017 ist eine Ausweitung des Leistungsangebotes und damit eine Entlastung der Gemeinden vorgesehen. Oberste Zielsetzung bleibt weiterhin die abfallwirtschaftliche und ökologische Lenkung der Abfallströme und eine Professionalisierung der Abfallsammelstellen der Gemeinden sowie eine Übernahme des Betriebes und eine Finanzierung der Entsorgungskosten der Abfallsammelstellen durch den BMV. Im Endausbau sollen die Abfallsammelstellen der Gemeinden vom BMV betrieben werden und die Finanzierung der Abfallentsorgung soll über den Mülltarif erfolgen. Angedacht sind ebenso die Errichtung und der Betrieb von regionalen Abfallsammelstellen durch den BMV. Nur durch eine einheitliche Betriebsweise kann den langfristigen Zielen und Grundsätzen in der Abfallwirtschaft entsprochen werden.

Re-Use-Netzwerk Burgenland
Der Verein Re-Use-Netzwerk Burgenland wurde bereits gegründet. Netzwerkpartner sind folgende soziale Organisationen: Koryphäen, Cartias, Mein Laden, Burgenländisches Schulungszentrum, BBZ Rudersdorf und Frauenberatungsstelle Jennersdorf. In den Sommermonaten konnten drei zusätzliche Standorte mit Verkaufsläden eröffnet werden. Mit den neuen Shops in Oberpullendorf, Oberwart und Rudersdorf verfügt das Burgenland nun über ein flächendeckendes System an Re-Use Standorten. In diesen Re-Use-Shops werden wiederverwendbare Gebrauchsgegenstände entgegengenommen und wieder in den Verwendungskreislauf zurückgeführt. Dadurch werden Ressourcen geschont und die Müllberge verkleinert. Durch die Sammlung und den Verkauf der Waren werden auch Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen. So bekommen Menschen, die bereits lange Arbeit suchen, wieder eine Chance zu arbeiten und zu lernen. Gesammelt und verkauft werden vor allem Hausrat, Sport- und Freizeitartikel, Elektrogeräte, Bücher und Kleidung.

Burgenländer wieder top bei Verpackungssammlung
Die österreichischen Haushalte haben im Vorjahr mehr als eine Million Tonnen Verpackungen und Altpapier getrennt - das bilanziert die Altstoff Recycling Austria AG (ARA). Die Burgenländer lagen wieder einmal im Spitzenfeld. Beim Sammeln und Trennen von Papier, Glas, Leichtverpackungen und Metall sind die Burgenländer traditionell sehr fleißig. Im Vorjahr lag die Pro-Kopf-Sammelmenge bei 140 Kilogramm. Damit liegt das Burgenland hinter Vorarlberg an zweiter Stelle. Die Vorarlberger kamen auf knapp 150 Kilogramm. Insgesamt wurden im Burgenland im Vorjahr mehr als 40.400 Tonnen Verpackungen getrennt und gesammelt. Rund 116.500 Sammelbehälter stehen dafür im ganzen Land zur Verfügung und fast 98.000 burgenländische Haushalte haben einen gelben Sack für Leichtverpackungen.

Kampagne gegen illegale Müllsammler
Der österreichischen Abfallwirtschaft entstehen durch illegalen Mülltransport jährlich Schäden in Millionenhöhe. Die Abfallwirtschaftsverbände möchten daher diesem Missstand in einer gemeinsamen Aktion entschlossen entgegentreten. In einer österreichweiten Informationsoffensive soll die Bevölkerung über die wahren Hintergründe dieser Sammlung aufgeklärt werden. Der BMV wird sich im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit weiterhin aktiv an dieser Aktion beteiligen, da speziell im Burgenland die Aktivität der illegalen Sammler in den Gemeinden sehr groß ist, was aus einer zuletzt durchgeführten Umfrage hervorgeht.