Mehrweg hat mehr Wert

Zahlreiche Forschungsgesellschaften haben sich in den letzten Jahren mit dem Thema „Mehrweg“ beschäftigt. Alle unabhängigen Studien kommen dabei zur selben Schlussfolgerung: Das klassische Mehrweggebinde ist Einwegflaschen, Getränkedosen und Getränkekartons eindeutig vorzuziehen. Die Mehrweggebinde sind nicht nur ökologisch sondern unter dem Nachhaltigkeitsgesichtspunkt auch ökonomisch und sozial deutlich überlegen.
Auch in Österreich werden sehr viele Produkte nach einmaligem Gebrauch in den Müll geworfen. Dabei ist gerade die einmalige Verwendung ökologisch besonders nachteilig, da für die Produktion verhältnismäßig viel Energie und Ressourcen aufgewendet werden müssen. Auch wenn Einwegartikel recycelt werden entstehen Emissionen, die durch die Verwendung von Mehrwegprodukten großteils vermeidbar wären. Die Verwendung von Mehrwegprodukten ist daher dem Recycling vorzuziehen. Das Beispiel für die Anwendung von Mehrweg sind Getränkeverpackungen in Form von Mehrweg-PET (Polyethylenterephthalat)- oder Mehrweg-Glasflaschen. Getränkeverpackungen werden innerhalb von wenigen Minuten zu Abfall: Sobald der Inhalt getrunken wurde, verliert die Einwegverpackung ihren Zweck. Dann landet sie im besten Fall in der Verpackungssammlung, zu einem großen Teil allerdings im Restmüll oder - im schlechtesten Fall - in der Landschaft.
Für eine Mehrwegflasche erhält man bei der Rückgabe im Geschäft das Pfandgeld zurück. Die Flasche kann erneut befüllt und anschließend wieder in den Verkauf gebracht werden. Obwohl Mehrwegflaschen in der Regel etwas robuster bzw. schwerer sind als ihre Einwegpendants, verursachen sie aber durch die mehrfache Nutzung deutlich weniger Verpackungsmüll als Einwegverpackungen. Für 1.000 Liter abgefülltes Bier in vermeintlich leichten Aluminium-Dosen braucht man beispielsweise 46 kg Aluminium. Wenn man das Bier in Glas-Mehrwegflaschen abfüllt, braucht man nur 26 kg Rohstoffe – also nur gut die Hälfte. Mehrweg vermeidet Abfälle, schont Ressourcen und belastet die Umwelt in geringerem Ausmaß.
Ökobilanzen sprechen eindeutig für die Mehrweggebinde
Selbst wenn Einwegflaschen dem Recycling zugeführt werden, die Nutzung von Mehrwegflaschen ist in jeder Hinsicht ökologisch vorteilhafter. Das beweisen alle bisher erstellten Ökobilanzen. Ökobilanzen werden für den gesamten Lebensweg des Produktes von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung erstellt. Dabei werden auch die Herstellung von Vorprodukten, Hilfsstoffen, die Energieerzeugung sowie die Bereitstellung von Rohstoffen und alle Transporte einbezogen.
Links:
www.bmv.at
www.mehrweg.at
mehrweg.pdf (628.1 kB)
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