Umweltschutz hat im Burgenland nach wie vor sehr hohen Stellenwert
Eine Meinungsumfrage des BMV brachte ein erfreuliches Ergebnis
Zusammenfassung: Der Burgenländische Müllverband ließ Ende des vergangenen Jahres eine Erhebung durchführen, um die Akzeptanz, den Wissensstand und die Zufriedenheit der bgld. Bevölkerung in abfallwirtschaftlichen Belangen erheben. Auch das allgemeine Umweltbewusstsein der BurgenländerInnen wurde hinterfragt. Die von einem externen Institut durchgeführte Untersuchung brachte ein für den BMV erfreuliches Ergebnis: Das Umweltbewusstsein der Burgenländer ist sehr ausgeprägt, der Wissensstand in abfallwirtschaftlichen Fragen sehr hoch und die angebotenen Dienstleistungen in der kommunalen Abfallwirtschaft werden ausreichend angenommen.
Akzeptanz: Im Burgenland trennen 99,1 % der Befragten ihren Müll. Davon trennen die Befragten zu 99% Papier, zu 99,2% Leichtfraktion, 96,3% Glas und 97,6% Metall. Bei Problemstoffen zu 88,6% u. Sperrmüll zu 86% liegt die Quote der Trennung nicht so hoch. Biomüll wird nur von 59,4% der Befragten Burgenländer getrennt. Nur 6 Personen gaben an ihren Müll überhaupt nicht zu trennen.
Als Sammelsysteme werden die eigene Altpapiertonne mit 96,4 und der „Gelbe Sack“ mit 96,6% am häufigsten verwendet. Der Fetty-Kübel wird von 48% der Befragten als verwendetes System genannt.
Zufriedenheit: 96,2% geben an, mit dem „Gelben Sack“ sehr zufrieden bzw. zufrieden zu sein. Nur 3,8% sind damit weniger zufrieden bzw. unzufrieden. Mit der eigenen Altpapiertonne sind 98,5% sehr zufrieden bzw. zufrieden, ca. 1,5% geben an, mit diesem System weniger zufrieden bzw. unzufrieden zu sein. Mit dem Fetty-Kübel, in dem seit Februar 2002 Altspeisefett entsorgt wird, sind 98,2% der Verwender zufrieden bzw. sehr zufrieden. Nur 6 von 329 Personen gaben an, damit weniger zufrieden bzw. unzufrieden zu sein, dies entspricht einem Anteil von 1,8%. Bei der Frage nach der Zufriedenheit mit den Abfuhrterminen von Restmüll sind 91,5% der Befragten zufrieden bzw. sehr zufrieden. 8,5% sind weniger zufrieden bzw. unzufrieden. Mit den Abfuhrterminen von Altpapier sind 92,8% zufrieden bzw. sehr zufrieden. 7,2% der Befragten sind mit den Terminen weniger zufrieden bzw. unzufrieden. Mit den Abfuhrterminen von Biomüll sind 96% zufrieden bzw. sehr zufrieden, nur 4% sind wenig zufrieden bzw. unzufrieden. Bei der Leichtfraktion (Gelber Sack, gelbe Tonne) sind 95,4% mit den Abfuhrterminen zufrieden oder sehr zufrieden und 4,6% sind weniger zufrieden bzw. unzufrieden. 95,1% der Befragten ist die Altstoffsammelstelle in ihrer Gemeinde bzw. in ihrem Ortsteil bekannt. Davon sind 93,6% (586) mit den Öffnungszeiten u. dem Service zufrieden bzw. sehr zufrieden. 6,4% (40) sind weniger zufrieden bzw. unzufrieden.
Umweltschutz: 83,4% der Befragten ist der Umweltschutz sehr wichtig. 16,5% ist dieser wichtig. Nur eine Person gab an, dass ihr der Umweltschutz eher unwichtig ist. Das Merkmal „vollkommen unwichtig“ wurde von niemandem angegeben.
Müllgebühr: Bei der Frage nach dem Betrag der jährlichen Müllgebühr fiel die Antwortquote mit 370 Antworten eher gering aus. 14,3% gaben einen Betrag von unter € 100,- an. 38,8% gaben genau € 100,- als jährliche Gebühr an. Zwischen € 100,- u. € 200,- schätzten ebenfalls 38,8%. Über € 200,- antworteten 2%. 22 Personen (6,1%) konnten keine Angabe machen. 61,6% der APNs empfinden den Betrag der jährlichen Müllgebühr für „mittel“. 31,1% empfinden diesen Betrag für relativ „hoch“ und 6,1% für „sehr hoch“. Für niedrig empfinden 1,2% diese jährliche Gebühr.
Künftige Arbeitsschwerpunkte: Für die zukünftigen PR-Aktivitäten des BMV lassen sich aus der Meinungsumfrage einige wichtige Erkenntnisse gewinnen. Signifikant sticht hervor, dass bestimmte Leistungen der Gruppe BMV/UDB beim Kunden noch nicht den gewünschten Bekanntheitsgrad erreichen. So wussten z.B. nur rd. 20% darüber Bescheid, dass der UDB auch Entrümpelungen anbietet. Auch die Tatsache, dass man bei erhöhtem Müllaufkommen zusätzlich Restmüllsäcke beim BMV beziehen kann wussten nur 56% der Befragten. Beim Trennverhalten war auffallend, dass die Fraktion Biomüll offensichtlich nicht die Akzeptanz der anderen Müllarten erreicht. Diese Erkenntnisse werden wir verstärkt in unsere zukünftige Arbeit einfließen lassen. Bei der Frage nach den Werbemitteln fällt auf, dass die modernen Kommunikationsmittel noch intensiv beworben werden müssen. Die Homepage wird lediglich von 7,2% der Befragten benutzt. Dieses Medium wird aber in Hinkunft sicher an Bedeutung gewinnen und wir werden verstärkt danach trachten, es noch attraktiver für die Kunden zu gestalten.
PI_Umweltschutz.pdf (23.7 kB)
OeA_09.pdf (26.4 kB)
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