Pilotprojekt „Wiederverwendung von Elektroaltgeräten“

Die Elektroaltgeräte werden im Burgenland über die Altstoffsammelzentren der Gemeinden flächendeckend erfasst. Derzeit werden sie zum Burgenländischen Schulungszentrum (BUZ) nach Neutal transportiert. Dort werden eine Wertstoffrückgewinnung und Schadstoffentfrachtung durchgeführt. Zahlreiche dieser Geräte wären aber noch funktionstüchtig. Es ist geplant diese Geräte in Hinkunft einer Wiederverwendung zuzuführen. Wie die Beispiele in anderen Bundesländern zeigen besteht dafür eine große Nachfrage. Gezielt sollen dabei Bildschirmgeräte sowie Großgeräte (PCs, Waschmaschinen und Elektroherde) und historische Geräte (z.B. alte Röhrenradios) erfasst werden.
In einem ersten Schritt sollen im Rahmen eines Pilotprojektes die notwendigen Erfahrungen gesammelt werden. Dieses Pilotprojekt beschränkt sich auf die Gemeinden Oberpullendorf, Stoob, Neutal, St. Martin, Forchtenstein und Mattersburg. In der Pilotphase werden die Geräte in diesen Gemeinden im vierzehntägigen Intervall von den Abfallsammelstellen abgeholt und zur weiteren Verwertung in das BUZ nach Neutal transportiert. Die Pilotphase soll die notwendigen Aufschlüsse für eine landesweite Umsetzung liefern.
Die Kooperationspartner für die Umsetzung dieses abfallwirtschaftlichen Projektes sind der BMV mit seiner Tochtergesellschaft UDB, das BUZ und die bgld. Gemeinden. Der BMV übernimmt dabei die zentrale Koordination und ist für alle Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Informationsarbeit verantwortlich. Sowohl die Information der Letztverbraucher als auch die Schulung der betroffenen Mitarbeiter in den Gemeinden wird vom BMV übernommen. Die Abholung der Geräte von den Abfallsammelstellen den Gemeinden und der Transport in das burgenländische Schulungszentrum erfolgt durch das BUZ. In den Altstoffsammelstellen der Gemeinden werden die Geräte in funktionstüchtige und nicht funktionstüchtige Geräte getrennt. Im BUZ werden die Geräte auf ihre Funktionalität überprüft und es werden die notwendigen Servicearbeiten vorgenommen. Anschließend werden die Geräte über das Internet zum Verkauf angeboten.
Das Pilotprojekt startet Anfang November 2008 und läuft für ein Jahr. Sollten die Erfahrungen positiv ausfallen ist geplant, dieses Projekt im gesamten Burgenland flächendeckend zur Anwendung zu bringen. Vor der landesweiten Umsetzung müssen noch organisatorische Details sowie die Einbindung möglicher weiterer Partner im Pilotversuch geklärt werden. Spätestens im Spätherbst 2009 sollte über die Überführung des Pilotprojektes in den landesweiten Regelbetrieb entschieden werden.
Nähere Auskünfte zu diesen Themen erhalten Sie beim Mülltelefon des BMV unter 08000/806154 zum Nulltarif oder auf unserer Homepage unter www.bmv.at.
Pilotprojekt_EAK.pdf (18.1 kB)








