Pilotprojekt „Richtig Müll trennen in Wohnhausanlagen“
Ein Pilotprojekt vom BMV und OSG soll die Qualität der Mülltrennung in Wohnhausanlagen verbessern
Die Qualität der Mülltrennung ist in Wohnhausanlagen signifikant schlechter als bei Einzelwohnanlagen. Dieses Phänomen ist darauf zurück zu führen, dass die Qualität der Mülltrennung abnimmt sobald sie nicht mehr im Verantwortungsbereich des einzelnen Konsumenten liegt, d.h. wenn mehrere Haushalte über eine Gemeinschaftstonne entsorgen, ist die Trenngenauigkeit deutlich schlechter als wenn jeder Haushalt seine eigene Tonne hat.
Mit diesem Problem haben auch wir im Burgenland zu kämpfen. Da in den letzten Jahren die Anzahl der Wohnhausanlagen im Burgenland deutlich zugenommen hat und in nächster Zukunft noch weiter im Steigen begriffen ist, wird dieses Problem auch für die Abfallwirtschaft im Burgenland immer wichtiger. Aus diesem Grund wird es auch notwendig sein, sich damit in den nächsten Jahren verstärkt zu beschäftigen.
Als ersten Schritt startet der BMV gemeinsam mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) ein Pilotprojekt in der Stadtgemeinde Oberwart. Im Rahmen einer Infokampagne soll bei den Mietern der Wissensstand erhöht und die Motivation gesteigert werden, um eine entsprechende Verbesserung der Qualität des gesammelten Mülls zu erreichen. Als Werbemittel stehen zur Verfügung: Plakate Format A3 am Schwarzen Brett und der Haustür, Kleber direkt auf den Sammelgefäßen und eine Trennfibel im Format A4. Die Kampagne soll zuerst in den Wohnhausanlagen der OSG in Oberwart getestet werden. Nach einer Evaluierungsphase im 2. Halbjahr 2010 wird über eine landesweite Umsetzung entschieden.
Im Zuge der Umsetzung des Pilotprojekts können wir bereits auf Erfahrungen aus anderen Bundesländern zurück greifen. Auch in Niederösterreich laufen derzeit erste Projekte zu diesem Thema. Die dabei durchgeführten Müllanalysen haben bestätigt, dass sich im Restmüll von Wohnhausanlagen große Anteile von Stoffen befinden, die nicht in den Restmüll gehören. So betrug der Biomüllanteil im Durchschnitt 25%. Auch Altstoffe, wie Papier und Kunststoff, waren in einem Streubereich von 15-20% in den Restmülltonnen enthalten. Der tatsächliche Restmüllanteil betrug lediglich zwischen 25 und 30%.
Diese Müllanalysen bestätigen, dass in diesem Bereich großer Handlungsbedarf besteht. Zum einen aus abfallwirtschaftlicher Sicht um den Anteil an wieder verwertbaren Stoffen zu erhöhen und zum anderen aus wirtschaftlicher Sicht, um die Müllentsorgung für die Mieter so effizient wie möglich zu gestalten.
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Die Qualität der Mülltrennung ist in Wohnhausanlagen signifikant schlechter als bei Einzelwohnanlagen. Dieses Phänomen ist darauf zurück zu führen, dass die Qualität der Mülltrennung abnimmt sobald sie nicht mehr im Verantwortungsbereich des einzelnen Konsumenten liegt, d.h. wenn mehrere Haushalte über eine Gemeinschaftstonne entsorgen, ist die Trenngenauigkeit deutlich schlechter als wenn jeder Haushalt seine eigene Tonne hat.
Als ersten Schritt startet der BMV gemeinsam mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) ein Pilotprojekt in der Stadtgemeinde Oberwart. Im Rahmen einer Infokampagne soll bei den Mietern der Wissensstand erhöht und die Motivation gesteigert werden, um eine entsprechende Verbesserung der Qualität des gesammelten Mülls zu erreichen. Als Werbemittel stehen zur Verfügung: Plakate Format A3 am Schwarzen Brett und der Haustür, Kleber direkt auf den Sammelgefäßen und eine Trennfibel im Format A4. Die Kampagne soll zuerst in den Wohnhausanlagen der OSG in Oberwart getestet werden. Nach einer Evaluierungsphase im 2. Halbjahr 2010 wird über eine landesweite Umsetzung entschieden.
Im Zuge der Umsetzung des Pilotprojekts können wir bereits auf Erfahrungen aus anderen Bundesländern zurück greifen. Auch in Niederösterreich laufen derzeit erste Projekte zu diesem Thema. Die dabei durchgeführten Müllanalysen haben bestätigt, dass sich im Restmüll von Wohnhausanlagen große Anteile von Stoffen befinden, die nicht in den Restmüll gehören. So betrug der Biomüllanteil im Durchschnitt 25%. Auch Altstoffe, wie Papier und Kunststoff, waren in einem Streubereich von 15-20% in den Restmülltonnen enthalten. Der tatsächliche Restmüllanteil betrug lediglich zwischen 25 und 30%.
Diese Müllanalysen bestätigen, dass in diesem Bereich großer Handlungsbedarf besteht. Zum einen aus abfallwirtschaftlicher Sicht um den Anteil an wieder verwertbaren Stoffen zu erhöhen und zum anderen aus wirtschaftlicher Sicht, um die Müllentsorgung für die Mieter so effizient wie möglich zu gestalten.
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